{"id":41076,"date":"2024-10-13T06:00:00","date_gmt":"2024-10-13T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/ueber45\/?p=41076"},"modified":"2024-11-07T15:49:53","modified_gmt":"2024-11-07T14:49:53","slug":"pflege-durch-ki-wie-wir-heute-das-altern-von-morgen-verhandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/ueber45\/2024\/10\/13\/pflege-durch-ki-wie-wir-heute-das-altern-von-morgen-verhandeln\/","title":{"rendered":"Pflege durch KI? Wie wir heute das Altern von morgen verhandeln"},"content":{"rendered":"\n<p>KI-basierte Systeme versprechen das Ende des Pflegenotstands. Mithilfe neuer Technologien k\u00f6nne die Pflegekrise bew\u00e4ltigt und die Pflegekr\u00e4fte k\u00f6nnten entlastet werden. Dabei, so die Verhei\u00dfung, kann ordentlich an Ausgaben eingespart werden. Anstelle intelligenterer Systeme brauchen wir aber f\u00fcrsorglichere Systeme und Technologien, damit Pflege die Menschen in den Vordergrund stellt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/brblog.gewerkschaften-online.at\/ueber45\/wp-content\/uploads\/sites\/24\/2024\/06\/Verordnung-ueber-Kuenstliche-Intelligenz__denken-270.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/brblog.gewerkschaften-online.at\/ueber45\/wp-content\/uploads\/sites\/24\/2024\/06\/Verordnung-ueber-Kuenstliche-Intelligenz__denken-270.jpg?w=960&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-41349\" style=\"width:256px;height:auto\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Fehlende Fachkr\u00e4fte sind nicht nur dem demografischen Wandel und einer laufenden Pensionierungswelle geschuldet, sondern auch den fordernden Arbeitsbedingungen und der niedrigen Bewertung der Pfleget\u00e4tigkeit. Besonders viele Frauen arbeiten im Care-Sektor.&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"\" href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/pflegenotstand-pflegekrise-betreuung-pflege\/\">Rund ein Drittel der Pfleger:innen ist bereits \u00fcber 50 Jahre alt<\/a>&nbsp;und wird im Laufe der n\u00e4chsten zehn Jahre in Pension gehen. Die schwierigen Arbeitsbedingungen dr\u00e4ngen viele j\u00fcngere Pflegekr\u00e4fte aus dem Bereich. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen mit Pflegebedarf. Das erschwert die ohnehin belastenden Arbeitsbedingungen im Bereich der Pflege zus\u00e4tzlich. Pfleger:innen leiden unter starkem Stress, sind psychisch und physisch immens gefordert. Das wiederum f\u00fchrt zu einer verminderten Qualit\u00e4t der Pflege und geht zulasten der Pflegebed\u00fcrftigen und ihrer Angeh\u00f6rigen. Um den Pflegenotstand zu bew\u00e4ltigen, ist der Einsatz von Technik und KI-basierten Systemen keine Utopie mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pflegerevolution durch Technik?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Integration von Technik und Systemen k\u00fcnstlicher Intelligenz sehen Entscheidungstr\u00e4ger:innen eine Chance zur (ausgabenschonenden) Behebung des Pflegenotstandes, allen voran Regierungen und Manager:innen von Pflegeheimen. Bereits jetzt sind unterschiedliche Technologien und Datenerhebungen in der Pflege im Einsatz und pr\u00e4gen die Beziehung zwischen den Menschen. Der Einsatz unterschiedlicher Technologien spiegelt wider, wie wir in unserer Gesellschaft erlauben, miteinander umzugehen. Technikutopien sind (derzeit) weitgehend von patriarchalen Vorstellungen gepr\u00e4gt, die sauber, technisch und absehbar sind. Gerade der Bereich der Pflege divergiert von diesem Ideal. Viele Aspekte der Pflege gelten als h\u00f6chst intim, zeigen die Menschen in ihrer Verletzlichkeit und sind weitgehend mit Tabus und Schamgef\u00fchl behaftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden soll an dem Beispiel eines&nbsp;<a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"\" href=\"https:\/\/scholar.google.com\/citations?view_op=view_citation&amp;hl=en&amp;user=_HJJuEYAAAAJ&amp;citation_for_view=_HJJuEYAAAAJ:LkGwnXOMwfcC\">Projekts zur Entwicklung eines technischen Tools zur Kontinenzpflege<\/a>&nbsp;in Belgien diskutiert werden, wie sich menschliche Beziehungen unter Einsatz von Technologien gestalten. Die Evaluation des Projekts zeigt, dass der w\u00fcrdevolle Einsatz von Technologien im Bereich der Pflege vor allem an den divergierenden Interessen der beteiligten Akteur:innen scheitert \u2013 also den Pflegebed\u00fcrftigen und deren Familien, den Pflegekr\u00e4ften und der Managementebene. Vor allem die unterschiedlichen Interessen von Technologieanbietern und Regierungen spielen hier mit rein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Smarte Kontinenzpflege \u2013 effektiv, ressourcenschonend und pflegezentriert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung einer (automatischen und lernenden, also einer KI-)Technologie zur maximalen Ausreizung von Inkontinenzmaterialien (Windeln) mithilfe von eingebauten Sensoren. Diese sollte nicht nur zu Effektivit\u00e4t und Ressourcenschonung f\u00fchren, sondern es sollte unter dem Deckmantel der Pflegezentriertheit gelingen, die Auslastung der Materialien zu verhindern. Vereinfacht gesagt, sollte technisch erm\u00f6glicht werden, durch vorzeitige Warnung zu verhindern, dass Kleidung und Betten inkontinenter Personen eingen\u00e4sst werden. Pflegekr\u00e4fte sollten dadurch entlastet und ordentlich Geld eingespart werden. Kontinenzpflege stellt einen wichtigen Teil der Pflegearbeit dar: In Pflegeheimen sind rund 50 Prozent der Bewohner:innen inkontinent, was dazu f\u00fchrt, dass Kontinenzpflege 20 bis 70 Prozent der Pflegeaufgaben betrifft. Unangenehm ist die Kontinenzpflege f\u00fcr beide, Pflegende und zu Pflegende, da sie mit Stigmatisierung und Scham behaftet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>09. Oktober 2024, Katta Spiel<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterlesen   <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/Soziales\/Pflege-durch-KI\">A&amp;W-Blog | Pflege durch KI? Wie wir heute das Altern von morgen verhandeln (awblog.at)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KI-basierte Systeme versprechen das Ende des Pflegenotstands. Mithilfe neuer Technologien k\u00f6nne die Pflegekrise bew\u00e4ltigt und die Pflegekr\u00e4fte k\u00f6nnten entlastet werden. Dabei, so die Verhei\u00dfung, kann ordentlich an Ausgaben eingespart werden. 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