{"id":294,"date":"2017-08-14T02:28:57","date_gmt":"2017-08-14T00:28:57","guid":{"rendered":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/?p=294"},"modified":"2017-08-14T02:31:42","modified_gmt":"2017-08-14T00:31:42","slug":"einsparungen-personalmangel-wertschaetzung-krankenstaende","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/2017\/08\/14\/einsparungen-personalmangel-wertschaetzung-krankenstaende\/","title":{"rendered":"Einsparungen \u2013 Personalmangel \u2013 Wertsch\u00e4tzung \u2013 Krankenst\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p>Seit \u00fcber einem Jahrzehnt wird im KAV j\u00e4hrlich das Budget verringert und meist kommt dann, so wie heuer, in der Jahresmitte noch eine weiter Einsparungsaufforderung nach.<br \/>\nWenn man glaubt es geht nicht mehr \u2026. kommt zumindest kein Lichtlein her &#8211; sondern minus 20%!.<br \/>\nDie Vorgesetzten sind bem\u00fcht, diese Vorgaben an Einsparungen durchzuboxen, manche kreativ, die meisten auf dem R\u00fccken des Personals \u2013 nehmen doch die Personalkosten 2\/3 des Gesamtbudgets in Anspruch.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Wir haben Leitlinien: &#8222;engagierte und zufriedene MitarbeiterInnen sind Grundpfeiler unserer Leistung&#8220;<br \/>\nAlso diese Grundpfeiler wackeln extrem.<br \/>\nSeit dem Jahr 2015 wurde im KAV das neue \u00c4rztInnenarbeitszeitgesetz umgesetzt, was ad hoc zur Folge hatte, dass es zu wenige \u00c4rztInnen im Stationsalltag gab und viele bisher \u00e4rztliche T\u00e4tigkeiten von der Pflege \u00fcbernommen werden mussten (lt. GuKG auch m\u00f6glich &#8211; \u00a715). Wir haben damals schon eine Umfrage im SMZ S\u00fcd gemacht und zwar ohne Kreuzerl und Hakerl, sondern haben uns auf Freitexte verlassen \u2013 und die kamen.<br \/>\n75 B\u00f6gen wurden abgegeben, zus\u00e4tzlich Forderungen aus ganzen Abteilungen mit Unterschriftenlisten von weiteren 92 KollegInnen. Alle haben sich die M\u00fche gemacht und mit teilweise viel Text ihren Unmut ausgedr\u00fcckt.<br \/>\nZu 100% waren die Forderungen mehr Personal und bessere Bezahlung (h\u00f6heres Grundgehalt und\/oder h\u00f6here Zulagen)- auch als Abgeltung der Mehrarbeit und vor allem der verantwortungsvolleren Aufgaben.<br \/>\nOftmals beklagt wurde auch \u201edas Verborgen\u201c von MitarbeiterInnen auf andere Stationen. Denn endlich hatte man im eigenen Bereich das passende Personal, wurde es in einem anderen Bereich dringender gebraucht.<br \/>\nAuch die Seite \u201ewas funktioniert gut\u201c wurde zu 60% beschrieben, der Grundtenor jedoch: gut funktioniert das jeweilige Team \u2013 hier haben die MitarbeiterInnen die Chance, sich Unterst\u00fctzung, Wertsch\u00e4tzung und Kraft zu holen.<br \/>\n3 Beispiele:<br \/>\n*) \u201eder Zusammenhalt im eigenen Team\u201c<br \/>\n*) \u201eTeam ist einmalig\u201c<br \/>\n*) \u201edas Team f\u00e4ngt sich gegenseitig auf, ansonsten w\u00e4re die Arbeit traurig\u201c<\/p>\n<p>Wir haben diese Ergebnisse in den Gremien weitergetragen, eine bessere Entlohnung und mehr Personal gefordert.<br \/>\nDas was die KollegInnen an den Abteilungen brauchen ist Anerkennung (auch im finanziellen Bereich) f\u00fcr die ausgezeichnete Arbeit und vor allem f\u00fcr den Einsatz, den sie leisten. Nur durch dauernde Flexibilit\u00e4t und Bereitschaft zu \u00dcberstunden ist das System noch aufrecht zu erhalten.<br \/>\nDoch statt der Wertsch\u00e4tzung passieren laufend \u00dcbergriffe, die in keinster Weise den Leitlinien des KAV entsprechen.<\/p>\n<p>Einige Abteilungen sind im SMZ S\u00fcd seit nunmehr einem Jahr im &#8222;TP 2&#8220; angesiedelt, das modernste Krankenhaus Europas! (&#8230;wurde kolportiert)<br \/>\nUnd hier sieht man, dass viel f\u00fcr die PatientInnen und wenig f\u00fcr die MitarbeiterInnen gemacht wurde.<br \/>\nEin- und Zweibettzimmer sind Standard, auch dass jedes eine eigene Nasseinheit hat (Dusche und WC) &#8211; das bedeutet aber auch: pl\u00f6tzlich mehr als die doppelte Anzahl von Patientenzimmern, die vom gleichen Personal betreut werden, die fr\u00fcher nur die H\u00e4lfte der Zimmer (mit der gleichen Anzahl von PatientInnen) versorgt haben.<br \/>\nNat\u00fcrlich sind diese Ein- und Zweibettzimmer eine gro\u00dfe Errungenschaft und sinnvoll, aber von Seiten der Personalausstattung muss dem Rechnung getragen werden.<br \/>\nAuch die immer k\u00fcrzere Verweildauer bringt wesentliche Mehrarbeit, in immer k\u00fcrzerer Zeit m\u00fcssen immer mehr Diagnosen und Therapien untergebracht werden.<br \/>\nDie Sozialr\u00e4ume sind sehr klein, \u00c4rztedienstzimmer zu wenige, Dienstkleidung muss (nat\u00fcrlich) getragen werden \u2013 Einheitskleidung in dunkelblau f\u00fcr ALLE Berufsgruppen und unisex \u2013 keine Individualit\u00e4t ist mehr zugelassen. Die W\u00e4sche ist auch nicht auf eine Person \u201ezugeschnitten\u201c \u2013 nein, der W\u00e4scheautomat teilt nach Gr\u00f6\u00dfe aus.<\/p>\n<p>Warum diese Entmenschlichung gerade im Bereich der sozialen Arbeit passiert, bzw. passieren kann ist r\u00e4tselhaft.<br \/>\nWir arbeiten in einem Gesundheitssystem und achten auf unsere eigene (physisch und psychisch) am allerwenigsten.<br \/>\nWir kommen gesundheitlich angeschlagen in den Dienst, machen \u00dcberstunden oft kurzfristig angeordnet \u2013 weil wir \u201eunsere\u201c KollegInnen und \u201eunsere\u201c PatientInnen nicht im Stich lassen k\u00f6nnen und unterst\u00fctzen somit ein System, das eigentlich schon zusammenbrechen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen des KAV m\u00fcssten endlich die steigenden Krankenst\u00e4nde (zunehmend psychischer Natur) als Zeichen des Zusammenbruchs erkennen und nicht mit Gegenma\u00dfnahmen reagieren, wie Gesundheitsf\u00f6rdernde Gespr\u00e4che oder Fortbildungen \u2013 wie z.B. zur \u201eBurn Out Prophylaxe\u201c. In dieser Schulung wurde mit erkl\u00e4rt Burn-Out-Prophylaxe setzt am Mitarbeiter selbst an, nicht am Arbeitsplatz.   <\/p>\n<p>Es gibt H\u00e4user im KAV (nicht nur unseres) in denen wichtige F\u00fchrungspositionen nicht nachbesetzt werden, oder Menschen diese Funktionen interimistisch ausf\u00fcllen. Auch so kann eingespart werden. MitarbeiterInnen in Langzeitkrankenst\u00e4nden werden nicht ersetzt, Austritte (nach K\u00fcndigungen oder Pensionierungen) werden erst nach 4 Monaten nachbesetzt.<br \/>\nDie Verantwortlichen von KAV und Regierung  m\u00fcssen mehr Geld in die Hand nehmen (f\u00fcr  mehr Personal und bessere Entlohnung) um unser Gesundheitssystem zu retten und es damit vielleicht schaffen, dass es Krankenh\u00e4user gibt, in denen sich die MitarbeiterInnen wohl f\u00fchlen und damit auch die PatientInnen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit \u00fcber einem Jahrzehnt wird im KAV j\u00e4hrlich das Budget verringert und meist kommt dann, so wie heuer, in der Jahresmitte noch eine weiter Einsparungsaufforderung nach. Wenn man glaubt es geht nicht mehr \u2026. kommt zumindest kein Lichtlein her &#8211; sondern minus 20%!. 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