{"id":1160,"date":"2019-10-03T13:02:47","date_gmt":"2019-10-03T11:02:47","guid":{"rendered":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/?p=1160"},"modified":"2019-10-03T13:10:06","modified_gmt":"2019-10-03T11:10:06","slug":"vordienstzeiten-was-laeuft-da-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/2019\/10\/03\/vordienstzeiten-was-laeuft-da-jetzt\/","title":{"rendered":"Vordienstzeiten &#8211; was l\u00e4uft da jetzt?"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem es in den letzten 6 Monaten sehr unterschiedliche Aussendungen und Aussagen zum Thema \u201eVordienstzeiten neu berechnen\u201c gegeben hat, versuche ich jetzt eine Zusammenfassung der Abl\u00e4ufe und eine vorsichtige Wahrscheinlichkeitsrechnung: <\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2014 hat es erstmals ein EUGH Urteil (Europ\u00e4ischer Gerichtshof) gegeben, das besagt, dass es keine Nachteile im Einkommen geben darf, aufgrund von nicht angerechneten Vordienstzeiten, vor allem das Anrechnen bei der Gemeinde Wien erst ab dem 18. Lebensjahr wurde hier genannt. <br \/>Mit dem Jahr 2015 versuchte die Gemeinde Wien hier mit einem neuen Gehaltssystem zu korrigieren \u2013 h\u00f6here Einstiegsgeh\u00e4lter sollten diese Ungerechtigkeit ausgleichen. Mit 2015 bekamen neue MitarbeiterInnen mehr Gehalt, die bereits im Dienst befindlichen wurden mittels \u201e\u00dcberleitung\u201c (wir erinnern uns an die Wahrungszulagen und den darauffolgenden vorgezogenen Vorr\u00fcckungsstichtag) \u00fcber ca. 2 Jahre in das neue Gehaltsschema integriert. <br \/>Doch bereits 2016 kamen erneut Klagen und mit Mai 2016 erging ein neuerliches EUGH-Urteil, das wiederholt die Anrechnung der Vordienstzeiten forderte. Damals (2016) wurden die KollegInnen aufgefordert, bei Verdacht der Benachteiligung, Antr\u00e4ge an die MA 2 zu stellen. Diese wurden bis dato gesammelt, da arbeitstechnisch die Besoldungsreform \u201edazwischen\u201c kam. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun (2019) ist es so, dass die Younion endlich eine L\u00f6sung fordert, und das \u201eschon\u201c mit November 2019. In diesem Zusammenhang kam es dann zu unterschiedlichen Aussendungen. Einmal wurden (im Mai des Jahres) alle KollegInnen aufgefordert, Antr\u00e4ge zur Neuberechnung an die Personalstelle vor Ort oder direkt an die MA 2zu senden \u2013 diese Antr\u00e4ge waren und sind online verf\u00fcgbar. <em>Die younion _ Die Daseinsgewerkschaft empfahl jenen Bediensteten, <br \/>\u2022 welche Dienst- bzw. Lehrzeiten vor dem 18. Lebensjahr zur\u00fcckgelegt haben, <br \/>\u2022 welchen gem\u00e4\u00df \u00a7 14 Abs. 2 DO 1994 in der Fassung vor der Novelle LGBl. Nr. 22\/2001 ihre&nbsp;Vordienstzeiten nur zur H\u00e4lfte angerechnet wurden, <br \/>\u2022 welchen gem\u00e4\u00df \u00a7 14 Abs. 2 DO 1994 in der Fassung der Novelle LGBl. Nr. 22\/2001 ihre&nbsp;Vordienstzeiten nicht oder im Ausma\u00df vondrei Jahren nur zur H\u00e4lfte angerechnet wurden, <br \/>\u2022 welche Vordienstzeiten zur\u00fcckgelegt haben, die gem\u00e4\u00df \u00a7 14 Abs. 2 und 3 DO 1994 in der Fassung&nbsp;der Novelle LGBl. Nr. 28\/2015 nicht oder nicht zur G\u00e4nze angerechnet wurden, <br \/>die vorsorgliche Antragstellung auf Neufestsetzung des historischen Vorr\u00fcckungsstichtages unter Ber\u00fccksichtigung dieser Zeiten. <\/em><br \/>(von Christian Meidlinger) <br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Da die Antragsflut h\u00f6her als erwartet war, wurde im Juli vereinbart, dass es automatische Berechnungen von Seiten der MA 2 geben soll. Und zwar f\u00fcr alle KollegInnen, die sich zum Zeitpunkt der Gesetzeskundgebung (wann das ist, ist noch offen) im Dienst befinden und Arbeits- oder Ausbildungszeiten vor dem 18. Lebensjahr haben. <br \/>Die erste Verhandlungsrunde der younion mit der Dienstgeberin hat bereits stattgefunden. Wir konnten die Dienstgeberin davon \u00fcberzeugen, dass bei einer Neuregelung der Vordienstzeiten\u2013 so weit wie m\u00f6glich \u2013 eine amtswegige Neufeststellung erfolgen soll. <br \/><em>Weiteres haben wir bis 31.12.2019 einen Verj\u00e4hrungsverzicht vereinbart. Damit soll vielen KollegInnen und Kollegen eine (erneute) Antragstellung erspart bleiben, weil sie von einer gesetzlichen Reparatur automatisch erfasst sein werden. <\/em><br \/>(von Andrea Lueger) <\/p>\n\n\n\n<p>Da nun die KollegInnen nicht mehr genannt werden, denen Zeiten nur zur H\u00e4lfte oder gar nicht angerechnet wurden, ist es unklar, wie diese vorgehen sollen. Klar ist nur, dass alle KollegInnen, die bereits in Pension sind, selbst einen Antrag stellen m\u00fcssen. Klar ist auch, dass KollegInnen von der Neuberechnung ausgenommen sind, die sich nicht mehr in der \u201eGrundlaufbahn\u201c befinden, d.h. KollegInnen im Schema II\/IV, die schon mindestens einmal eine Bef\u00f6rderung erhalten haben. Was passiert, bei Nachberechnung? &#8211; <br \/>Auch das ist vor Bekanntgabe des Gesetzes noch nicht eindeutig.  <br \/>\u2022 Wie viele Jahre werden (maximal) angerechnet?  <br \/>\u2022 Werden nur die Jahre vor dem 18. Lebensjahr dazugerechnet? <br \/>\u2022 Ab wann wird nachgezahlt? <br \/>\u2022 Wie rasch erfolgt die Abwicklung? <\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich ist, dass die dazugewonnen Gehaltsstufen f\u00fcr drei Jahre nachbezahlt werden, aber: drei Jahre zur\u00fcck ab Gesetzwerdung oder drei Jahre zur\u00fcck ab dem EUGH Urteil? Viele offene Fragen, die wir (hoffentlich) mit November 2019 gekl\u00e4rt bekommen. Ein Passus irritiert noch, im Zusammenhang mit einem anderen finanziellen Anliegen der Bediensteten bei der Gemeinde Wien: diese Neuberechnung der Vordienstzeiten soll Grundlage sein, um in das neue Besoldungssystem umsteigen (optieren) zu k\u00f6nnen. Was das f\u00fcr die Optierung bedeutet, kann sich jede\/r denken. Ein hei\u00dfer Herbst f\u00fcr die Finanzen im KAV! <br \/><br \/>3.10.2019_Silvia Tauchner   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem es in den letzten 6 Monaten sehr unterschiedliche Aussendungen und Aussagen zum Thema \u201eVordienstzeiten neu berechnen\u201c gegeben hat, versuche ich jetzt eine Zusammenfassung der Abl\u00e4ufe und eine vorsichtige Wahrscheinlichkeitsrechnung: Im Jahr 2014 hat es erstmals ein EUGH Urteil (Europ\u00e4ischer Gerichtshof) gegeben, das besagt, dass es keine Nachteile im Einkommen<\/p>\n","protected":false},"author":840,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[1,6],"tags":[],"class_list":["post-1160","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-neuigkeiten"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8hpOw-iI","publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-27 13:39:33","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/users\/840"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1160"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1164,"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1160\/revisions\/1164"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/brblog.gewerkschaften-online.at\/kivsmzsued\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}